Bethlehem
Leben hinter Mauern

  Ausstellung Christel Plöthner
zur Photoszene 2006

 

Eröffnung
Do., 14.9.2006
18.30 Uhr

Es spricht Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin Stadt Köln

Dr. Norbert Burger, Alt-Oberbürgermeister Stadt Köln, versteigert Farbfotos zugunsten sozialer Projekte in Bethlehem

Dauer
14.9.-21.10.2006

Kernwochenende der Photoszene
Fr., 29.9, 11–20 Uhr
Sa., 30.9, 11-14 Uhr
So., 1.10., 11-14 Uhr

werkstattgalerie
tam uekermann
Mainzer Str. 25
D-50678 Köln
Telefon
0221 / 32 64 33

Wegbeschreibung

Die Kölner Fotografin Christel Plöthner ist in ihrer Heimatstadt schon bekannt dafür, dass sie Arbeiten über die Partnerstadt Bethlehem zeigt.

Ostern 2000 besuchte sie erstmals die palästinensische Partnerstadt Kölns und stellte ihre Fotografien im Technischen Rathaus Köln aus. Seitdem folgten zahlreiche weitere Ausstellungen, Bildkalender und im Juni 2006 wurde ihr Fotoband Minsche wie mir im Kölnischen Stadtmuseum mit der gleichnamigen Ausstellung präsentiert.


Christel Plöthner: Leben in Bethlehem

Zur 18. Internationalen Photoszene Köln 2006 gewährt Plöthner uns erstmals einen Einblick in das farbige Leben dieser uralten Stadt Bethlehem. Sie porträtiert alte Frauen in ihren farbenfrohen Trachten und die Männer beim Freitagsgebet vor der Omarmoschee. Doch Plöthner verschont den Betrachter nicht vor dem grauen Alltag, vor der Realität der Bethlehemiten. Gnadenlos zeigt sich die graue Betonmauer, die in den westlichen Medien als Sicherheitszaun bezeichnet wird. Die Grausamkeit, die die Mauer für die Bethlehemiten ausstrahlt, wird dem Betrachter kaum ansatzweise bewusst. Aber ihm wird klar, dass das Leben in Bethlehem ein Leben hinter Mauern und verschlossenen Türen geworden ist.

Christel Plöthner lässt uns nicht alleine mit diesen tristen Bildern, sonder zeigt uns auch die Kinder und Jugendlichen Bethlehems, die die Hoffnung in sich tragen und für ihre Freiheit kämpfen. Die Fotografin macht uns mit ihren Bildern bewusst, dass gerade wir Deutschen uns gegen die Mauer in Palästina aussprechen müssen.

Christel Plöthner wurde 1951 in Köln geboren. Schon in ihrer Jugend interessierte sie sich für die Fotografie und machte eine Ausbildung zur Fotografin, die sie 1974 mit der Meisterprüfung als Fotografin an der Bayerischen Staatslehranstalt für Fotografie in München abschloss. Danach arbeitete sie bis 1981 als Assistentin des Kölner Modefotografen Peter H. Fürst. 1982 trat sie eine Stelle als Werkstattlehrerin im Fachbereich Fotografie am Berufskolleg Kartäuserwall, Köln, an. Dort vermittelt sie seitdem jungen Menschen das Wissen über und die Begeisterung an Fotografie.

Seit 1981 zeigt Plöthner ihre freien Arbeiten sowohl in nationalen wie auch in internationalen Ausstellungen. 1997 erhielt sie den Staatspreis für das Kunsthandwerk in Nordrhein-Westfalen im Fachbereich Fotografie. In Linz an der Donau gewann sie 2003 den ersten Preis des Hasselbladwettbewerbs Austrian Super Circuit. Seit 2002 ist Christel Plöthner ein berufenes Mitglied der DGPh.

Christel Plöthner begann im Jahr 2000 in Kooperation mit dem Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem e. V. sich mit der Stadt Bethlehem und deren sozialen sowie politischen Situation auseinanderzusetzen. Seitdem präsentiert sie regelmäßig ihre Fotoarbeiten über die Stadt Bethlehem in zahlreichen Ausstellungen. Außerdem entstanden in diesem Kontext zwei Fotokalender und im Juni 2006 veröffentlichte sie ihren ersten Fotoband Minsche wie mir.

Die gezeigten Fotos entstanden in den Jahren 2004-2005.